Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Grundschultag an der Erich Fried Schule - Viertklässler besuchen die Hauptschule


Auch in diesem Jahr öffnete die Erich Fried Schule ihre Türen zu ihrem „Grundschultag" und lud die Viertklässler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern und einigen Eltern aus der Antoniusschule, der Grundschule am Rosenhügel, der Mosaikschule und der Grundschule am Schloss Horst ein, einmal in den Schulalltag hinein zu schnuppern.
Gregor Hohaus, Schulleiter der Hauptschule, begrüßte mit seinem Team die 230 Besucher im Pavillon der Schule, bevor sie selbst aktiv wurden. Mit Veranstaltungen wie dem Grundschultag versuche die Hauptschule, die in den Köpfen von vielen Schülern und Eltern existierende Vorstellung, „dass die Hauptschule was Schlimmes ist, aufzuweichen". Er sieht seine Schule dabei auf einem guten Weg. Diese habe in der Stadt eine „hohe Akzeptanz", weil sich Engagement und Möglichkeiten herumgesprochen hätten. Immer wieder, so Hohaus, komme es gerade nach dem Grundschultag vor, dass Kinder zu ihren Eltern über die Hauptschule sagten: „Da will ich hin, da ist es schön." Alle erhielten an diesem Tag Einblicke in den Unterricht und Informationen über die vielfältigen Bildungsangebote, die möglichen Abschlüsse und die Übergangsmöglichkeiten zu anderen Schulformen. Einen besonders positiven Eindruck hinterließen die beiden Internationalen Vorbereitungsklassen bei Lehrern und Eltern. Diese waren erstaunt, wie diszipliniert und motivierend Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache den Schülerinnen und Schülern vermittelt wird. Die bereits nach kurzer Zeit erzielten guten Ergebnisse nahmen sie staunend zur Kenntnis. Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 der Erich Fried Schule fungierten als Helfer und unterstützten die Grundschüler in der Praxis.

„Was machst du denn hier?", wurde so manches Grundschulkind von Freunden, die bereits die Hauptschule besuchen, begrüßt. Auch ehemalige Lehrerinnen und Lehrer wurden freudig wiedererkannt. Die Mädchen und Jungen hatten jeweils 25 Minuten Zeit, den Unterricht aktiv mitzuerleben. Dabei gab es für die Schülerinnen und Schüler 12 attraktive Angebote, die sich allesamt durch ihren handlungsorientierten, zum Mitmachen einladenden Charakter auszeichneten. Im Fach Physik rasten Magnete durch Kupferrohre und Drahtwicklungen, beim Technik-Kurs einer 8. Klasse ging es in Gedanken mit den selbst erbauten Segelbooten in weite Ferne und im Computerraum wurde grafisch ein „Selbstportrait" erstellt. Besonders beeindruckend war es wieder einmal für alle Besucher zu sehen, wie die Grundschülerinnen und Grundschüler und auch ihre Lehrerinnen und Lehrer nach 25 Minuten Rhythmusschulung im Musikraum in der Lage waren, mit den verschiedensten Instrumenten ein einstudiertes Lied zu präsentieren; für Sportbegeisterte war in der Turnhalle ein Geschicklichkeitsparcours aufgebaut und im Fach Hauswirtschaft wurde so gut gebacken, dass die von den Kindern hergestellten Köstlichkeiten den Vormittag natürlich nicht überlebten. Schülerinnen und Schüler einer zehnten Klasse rundeten die Veranstaltung kulinarisch mit frisch gebackenen Waffeln und Kakao ab.
Bei der Verabschiedung der Gäste wurde deutlich, wie viel Spaß den Kindern der Vormittag bereitet hatte. Die Besucher kehrten begeistert in ihre Grundschulen zurück, und viele freuen sich ab jetzt schon auf „ihre" neue Schule. Auch für interessierte Eltern, so der Schulleiter, bestehe jederzeit die Möglichkeit zu einem kurzfristigen Besuch an der Hauptschule, um sich über Abschlussmöglichkeiten, das bewährte und „ausgezeichnete" schuleigene Konzept zum Übergang Schule - Beruf und die allgemeinen Lernbedingungen umfassend zu informieren. Allerdings wies er augenzwinkernd darauf hin, dass Trommeln und Waffeln essen dann nicht eingeplant sei.