Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Kinderoper 2013

 Turnhalle als Opernbühne

 

Gladbeck. „Für unsere Schule spielt diese regelmäßige Projektarbeit eine besondere Rolle!" Das sagt Gregor Hohaus, der Schulleiter der Erich-Fried-Hauptschule, mit Blick auf ein jüngstes Projekt unter besonderen musikalischen Vorzeichen.

Bereits in den vergangenen zwei Jahren hatte die Erich-Fried-Hauptschule in Brauck die Kinderoper Papageno aus Wien zu Gast. „Die Entführung aus dem Serail" und „Papageno im Wunderland" wurden in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Jahrgangsstufe aufgeführt.
Zum dritten Mal zu Gast

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei: Der große Erfolg führte dazu, dass nun auch in diesem Jahr eine interaktive Opernaufführung im Gladbecker Süden über die Bühne ging.

Organisiert und durchgeführt wurde das Projekt von der „Fachschaft Musik", wobei die Fachschaftsvorsitzenden Friederike Dopp und Elfriede Jonton die Federführun inne hatten; zudem erhielten sie eine große Unterstützung der Klassenlehrerinnen.

Gemeinsam mit den 5er und 6er Stufen der Braucker Erich-Fried-Schule wurde die Schulturnhalle zur interaktiven Opernbühne für den „Fliegenden Holländer" umfunktioniert:

Schmucke Bühnenbilder wurden aufgebaut, ausgewählte Schülerinnen und Schüler sowie die Wiener Darsteller verwandelten sich dank der Kostüme in Senta, ihre Freundinnen, Daland, Erik, den fliegenden Holländer und zahlreiche Matrosen.

Und schon lag eine neue, unbekannte Opern-Atmosphäre in der Luft. Der fliegende Holländer kam von einem Sturm begleitet in den Hafen, um dort gegen einen Goldschatz Dalands Tochter Senta zu tauschen. Denn nur, wenn eine Frau ihm ewige Treue schwört, kann er erlöst werden. Doch keiner hatte damit gerechnet, dass Erik ebenso um Senta kämpft.
120 Schüler folgten gebannt den Schauspielkünsten ihrer Klassenkameraden

120 Schülerinnen und Schüler folgten gebannt der Oper und den Schauspielkünsten ihrer Klassenkameraden. Immer wieder wurden sie und die Hauptdarsteller mit leidenschaftlichem Applaus belohnt.

Zum Ende wurde immer deutlicher, dass Senta sich für den fliegenden Holländer entscheiden wird. Eine große Hochzeitsfeier krönte letztlich das Ende, das durch künstlerische Freiheit wirklich zu einem „Happy End" wurde.

Eine Oper aus Schülerhand? „Unsere Schüler nähern sich ganz schnell einem solchen Thema an", freut sich Schulleiter Gregor Hohaus über die rege Beteiligung. Weitere Projekte ähnlicher Art soll es auch künftig an der Braucker Hauptschule geben - denn Opernkunst gehört ja nicht allein nach Wien. . .

WAZ 20.03.2013